Wichtige Zahlen und Daten für Senioren 2020 im Überblick

PENSIONSANPASSUNG:
• Pensionen bis € 1.111: +3,6 %
• Pensionen zwischen € 1.112 und € 2.500: + 3,6 % bis 1,8 % (linear sinkend)
• Pension zwischen € 2.501 und € 5.220: + 1,8 % (Anpassungsfaktor)
• Pensionen über € 5.220: + € 94 

Beispiel 1: Ausgleichszulagen­bezieher mit € 885,47 netto –> € 446,28 mehr Pension/Jahr

Beispiel 2: Senior mit € 949 netto (€ 1.000 brutto) –> € 478,24 mehr Pension/Jahr

Die Wartefrist für die erste Pensionsanpassung wurde abgeschafft. Künftig erhalten alle Pensionen jedes Jahr mit 1. Jänner die Pensionsanpassung. 

Geringfügigkeitsgrenze: € 460,66 

 

PFLEGEGELD:
Mit 1. Jänner 2020 wurde das Pflegegeld in allen Stufen um 1,8 % erhöht und wird künftig jährlich wertangepasst. Die Höhe des Pflegegeldes nach Stufen und monatlichem Pflegebedarf 2020 beträgt: 

• Stufe 1 – mehr als 65 Stunden: € 160,10
• Stufe 2 – mehr als 95 Stunden: € 295,20
• Stufe 3 – mehr als 120 Stunden: € 459,90
• Stufe 4 – mehr als 160 Stunden: € 689,80
• Stufe 5 – mehr als 180 Stunden: € 936,90
• Stufe 6 – mehr als 180 Stunden und großer Betreuungsaufwand: € 1.308,30
• Stufe 7 – mehr als 180 Stunden und keine zielgerichteten Bewegungen der Extremitäten: € 1.719,30 

Förderung der 24-Stunden-­Betreuung:
• Bei Beschäftigung von zwei selbstständigen Betreuungskräften monatl. max. € 550
• Bei Beschäftigung von zwei unselbstständigen Betreuungskräften monatl. max. € 1100 

Ein Zuschuss ist ab Pflegestufe 3 möglich, das Nettoeinkommen des Betreuten darf € 2.500 nicht übersteigen.

 

STEUERREFORM:

Für Pensionisten wird die Negativsteuer von bisher max. € 110 auf bis zu € 300 erhöht. Auch Ausgleichszulagenbezieher haben künftig Anspruch auf Negativsteuer. Dieser Bonus gilt ab 1. Jänner 2020 und kommt zu Beginn des Jahres 2021 zur Anwendung (Arbeitnehmerveranlagung).

Der Pensionistenabsetzbetrag steigt im Einkommensteuergesetz von € 400 auf € 600. Der erhöhte Pensionistenabsetzbetrag steigt von € 764 auf € 964. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die Auszahlung automatisch. 

 

AUSGLEICHSZULAGE:
Richtsätze 2020:
• Alleinstehende: € 966,65
• Ehepaare/Lebensgemeinschaften: € 1.472 

Ausgleichszulagenbonus/Pensionsbonus:
Unter bestimmten Voraussetzungen gebührt Personen, wenn das Gesamteinkommen den jeweiligen Grenzwert nicht übersteigt, ein Ausgleichszulagenbonus oder ein Pensionsbonus.
• Alleinstehende mit mind. 30 Jahren: unter € 1.080 Bonus von max. € 146,94 (= € 1.025 netto)
• Alleinstehende mit mind. 40 Jahren: unter € 1.315 Bonus von max. € 381,94 (= € 1.200 netto)
• Ehepaare/Lebensgemeinschaften mit mind. 40 Jahren: unter € 1.782 Bonus von max. € 383,03 (= € 1.500 netto) 

 

REZEPTGEBÜHREN:
Rezeptgebühr pro Medikament: € 6,30

Befreiung:
Ausgleichzulagen-Bezieher sind automatisch befreit, ebenfalls, wer im laufenden Kalenderjahr bereits 2 % des Jahresnettoeinkommens für Rezeptgebühren bezahlt hat.

Befreiung mit Antrag – Richtwerte für das Nettoeinkommen:
• Alleinstehende: € 966,65
• Alleinstehende mit erhöhtem Medikamentenbedarf: € 1.111,65
• Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften: € 1.472
• Ehepaare bzw. Lebensgemeinschaften mit erhöhtem Medikamentenbedarf: € 1.692,80 

 

HEIZKOSTENZUSCHUSS:
Für den Winter 2019/2020 einmalig € 152 

Anspruchsvoraussetzung: das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen darf die Höhe der Ausgleichszulagenrichtsätze 2019 (Alleinstehende: € 933,06, Ehepaar/Lebensgemeinschaften: € 1.398,97) nicht überschreiten. 

Antrag: bis zum 17. April 2020 in Gemeindeämtern bzw. Magistraten. Das Antragsformular gibt es auch unter www.land-oberoesterreich.gv.at zum Download.

 

SENIORENHILFE:
Seniorenbundmitglieder, deren Einkommen eine gewisse Grenze nicht übersteigt, können in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen eine Unterstützung erhalten:
• Alleinstehende: € 1.100
• Ehepaare: € 1.550

Nähere Infos unter Tel.: 0732/775311-716 oder E-Mail: seniorenhilfe@ooe-seniorenbund.at 

 

 

 

 

 

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